Segelflug Grandprix Finale 2011

Spannung pur?

D-6300.de: Grand Prix-Finale 2011 / Wasserkuppe Spannung pur beim Grandprix-Finale 2011 auf der Wasserkuppe?
Wohl kaum, zumindest nicht für mich. Schließlich bin ich kein Wettbewerbsflieger, kein Bundesligaflieger und auch kein Formel I Enthusiast. Aus diesem Grunde wäre ich auch nie zum Grand-Prix-Finale auf die Wasserkuppe gefahren. Man sieht den Abflug der Piloten, die Ankunft und den Überflug der Ziellinie - dazwichen pure Langeweile. Ach ja, man kann natürlich das komische Luftrennen auch noch im Internet oder vor Ort auf einer Großleinwand "life" verfolgen, auf der dann die Flugspuren der einzelnen Flieger über ein Bild von Google-Earth gelegt werden. Langweiliger geht´s dann ja wohl doch wohl nimmer.

Nachdem dann aber 2011 das GP-Finale mit 100 Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe zusammenfiel und just aus diesem Anlass im Rahmenprogramm auch ein paar hölzerne Raritäten des VGC zu sehen sein sollten, entschied ich mich doch, zumindest dem Rahmenprogramm einen Tagesbesuch abzustatten.

Erst wurde der Start des Rennens am ersten Wertungstag dann mehrfach verschoben, bis sich endlich gegen 15:30 Uhr ein brauchbares Wetterfenster anzudeuten schien. O.k., bleiben wir noch solange da, bis die Kameraden abgeflogen sind, dann kann ich mir ja mal im Hangar 7 das Rennen mit Symbolen auf der Großleinwand ganz kurz betrachte. Schließlich sollte man ja doch wenigstens mitreden können. Zwanzig nach Vier waren alle endlich alle 19 Piloten in einem Bart über Poppenhausen geparkt. Dort warteten sie in einem dichten und mir unheimlichen Plastik-Knäuel auf die Startfreigabe. Zwanzig vor Fünf war es dann soweit, der Abflug wurde frei gegeben. Alle auf einmal, wie die Hundemeute bei der Fuchsjagd, schossen sie los in Richtung erste Wende. Ich war noch keine fünf Minuten im Hangar 7 auf der Holzbank und war schon völlig infiziert. Nie hätte ich geglaubt, von einem Luftrennen so in den Bann gerissen zu werden, bei dem man auf einer Großleinwand keine Bilder aus dem Cockpit übertragen werden wie z. B. bei der Formel I, sondern wo man zwei Stunden lang nur blaue Flugspuren mit einer Landesflagge und einem dreistelligen Namenskürzel verfolgt.

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Die Zeit verging wie im Flug, schließlich wurde das Rennen life in der Halle von Karl Senne interessant und spannend kommentiert. In den folgenden Tagen habe ich dann tatsächlich immer wieder auf die Übertragung im Internet geschaltet und soweit der Wertungstag wegen Knofe auf der Kuppe nicht neutralisiert werden musste, dieses natürlich auch mit Spannung verfolgt.

Trotzdem war das eigentliche Highlight für mich als Oldy-Fan natürlich die Life-Vorführung der von VGC-Mitgliedern mitgebrachten Oldtimer, für die mein Herz wirklich schlägt. Ein paar Eindrücke sind nachfolgend zu sehen. Eine eigene Bilderstrecke stelle ich demnächst in meine Fotogalerie auf D-6300.de.

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